Installation und Performance 2025
Ich verwandele einen ehemaligen Bürobereich des Konsulats in ein „Temporäres Zuhause“, das durch Schrift, Klang und die Teilnahme der Besucherinnen entsteht. Mehrsprachige Fassungen von Liu Yuxis „Inschrift für eine bescheidene Hütte „ liegen wie ein vielschichtiger sprachlicher Teppich auf dem Boden. In der Mitte des Raums stehen ein Stuhl und ein halbtransparenter Vorhang, begleitet von einer Tonspur, auf der der Text in unterschiedlichen Sprachen gelesen und gesungen wird. Die Besucherinnen sind eingeladen, gehörte Worte oder eigene Spuren auf den Vorhang zu schreiben. Das Werk erneuert sich damit fortlaufend – als wandelndes, gemeinschaftlich geformtes Bild von Erinnerung.
Dieser Handlungsprozess besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilen. Im ersten Abschnitt interveniere ich körperlich im Raum: Mit Tinte und Zweigen setze ich prozesshafte Spuren auf den Vorhang und begleite diese Geste durch die mündliche Erinnerung eigener Texte. So entsteht ein situativer Mechanismus, in dem Körper, Material und Sprache ineinandergreifen.
Im zweiten Abschnitt bilden die entstandenen Spuren die Grundlage für eine erneute, mündliche Rekonstruktion meiner Erinnerungen. Aus diesem Zusammenspiel entwickelt sich eine Landschaft, die durch die Spuren selbst hervorgebracht wird und die generative Beziehung zwischen Erinnerung, Material und körperlicher Handlung sichtbar macht.
Foto: Lanxin Zhang
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: Lanxin Zhang
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: Dominique Brewing
Foto: D.P.